Wer wir sind

Die BiSS-Akademie (Bildung durch Sprache und Schrift) wurde 2020 in Nordrhein-Westfalen gegründet, um die Bund-Länder-Initiative BiSS (2013–2019) sowie BiSS-Transfer (seit 2020) umzusetzen. In dieser Initiative wurden in Kooperation zwischen Wissenschaft und schulischer Praxis gemeinsam in den Bundesländern Methoden und Konzepte zur Sprachbildung sowie zur Lese- und Schreibförderung in Schulen und Kitas entwickelt und auf ihre Wirksamkeit überprüft.

Heute setzt die BiSS-Akademie NRW die daraus entstandenen Programme, Projekte, Methoden und Maßnahmen im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen als Angebote für Lehrkräfte und Schulen landesweit um.

Unsere Aufgabe ist es, Lehrkräfte und Schulen aller Schulformen darin zu professionalisieren und zu begleiten, Kinder und Jugendliche beim systematischen und koordinierten Erwerb sprachlicher Kompetenzen und von Bildungssprache(n) zu unterstützen – unter Einbezug ihres gesamten sprachlichen Repertoires.

Die systemisch ausgerichteten Qualifizierungs-, Entwicklungs- und Kollaborationsangebote der BiSS-Akademie NRW in den vier Bereichen Lesen, Schreiben, Mathematik verstehen sowie Sprachförderung und Sprachbildung zielen auf die Verbesserung der (basalen) Sprach-, Lese- und Schreibfähigkeiten von Schülerinnen und Schülern. Gleichzeitig unterstützen sie die Umsetzung und nachhaltige Implementation geeigneter Methoden und Maßnahmen in Unterricht und Schulalltag.

So entstehen durchgängige Sprachbildungsprozesse, die sprachliche Vielfalt einbeziehen und dazu beitragen, Bildungserfolg von der Herkunft der Kinder und Jugendlichen zu entkoppeln.

Was wir anbieten

Die BiSS-Akademie NRW stellt hierfür ein breites Unterstützungsangebot zur Förderung von Sprach-, Lese- und Schreibkompetenzen unter Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit zur Verfügung. Neben der Arbeit in thematischen Netzwerken und Kursen gibt es zahlreiche offene Angebote, dazu zählen kostenfreie digitale Workshops als fachliche Impulse, beispielsweise zu den Themen Alphabetisierung, Lese- und Schreibförderung, sprachsensibler Fachunterricht oder mündliche Kommunikation. Ergänzend steht ein wachsendes Angebot an Journalen und Broschüren zur Verfügung, die sich an aktuellen schulischen Bedarfen der sprachlichen Unterstützung von Schülerinnen und Schülern unter Berücksichtigung ihrer mitgebrachten Sprachen orientieren.

Die Netzwerke und Kurse werden von Transferkoordinierenden geleitet und moderiert, sie werden dabei von einer Impulsschule unterstützt, die Impulse aus ihrer eigenen Unterrichts- und Schulentwicklungserfahrung in die Arbeit des Netzwerks einbringt.

Die teilnehmenden Lehrkräfte arbeiten an ihrem schulspezifischen Entwicklungsbedarf auf der Grundlage gemeinsamer Blended-Learning-Kurse, regelmäßiger Netzwerktreffen, Workshops, gegenseitiger Hospitation und anderer Austauschformate sowie auf der Grundlage von wissenschafts- und erfahrungsbasiertem Material.

Zusätzlich steht Lehrkräften und Teilnehmenden aus den Schulen eine umfassende Datenbank mit qualitätsgeprüften Tools zur Diagnose und Förderung sowie mit Professionalisierungskonzepten und Materialien aus der Netzwerkarbeit zur Verfügung.